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     und Foto: Stefan Jahnke

 

Rezensionen - Birkfalken

 

«Historischer Roman, als Kletterführer geeignet. Spannung pur!»

Bewertung von Karl Wallner, Oldenburg, vom 19. Mai 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Ein alter Felsen auf einem sehr braun wirkenden Einband. Interessant gestaltet schon dies. Dabei suchte ich einen Kletterführer, denn ich wollte der Sächsischen Schweiz nach Jahren der Trennung einen Besuch abstatten. Jahnke scheint die Suchworte im Internet gut gewählt zu haben, denn plötzlich hatte ich eben jene "Birkfalken" vor mir auf dem Schirm, las ein wenig hinein und bestellte das Buch. Kurz und gut: Ich wurde nicht enttäuscht. Eine Geschichte, wie sie langweiliger nicht sein könnte. Der Sohn eines verarmten Zweiges der wohl mächtigsten Familie im Elbsandsteingebirge wird durch Ränke und Freundschaften zum Herrn auf dem Falkenstein. Vorher gab es da mal eine kleine Wachstation, doch dann gar eine Burg. Später wollen ihm die Verwandten dies alles wieder wegnehmen. Ja, langweilig, wenn man es so schreibt. Aber Jahnke hat nicht nur die Geschichte sprechen lassen, sondern auch die Figuren so gestaltet, dass man sie förmlich vor sich sieht. Es kam mir vor, als wenn ich dabei gewesen wäre. Ich habe erlebt, wie der Birkfalke zum Wildenstein ritt, wie man von Rathen aus Ränke schmiedete und wie auch der Markgraf in Meißen nach einer Lösung für diesen Mann, oder eher gegen ihn, suchte und gemeinsam mit Heinrich von Gruna, den man fast als Großinquisitor des Markgrafen bezeichnen möchte, fand. Ich weiß auch nicht. Aber ich glaube, die Parallelen zu vielen heutigen wirtschaftlichen und politischen Intrigen sind nicht von der Hand zu weisen. Zumindest musste ich beim Weiterdenken ziemlich oft schmunzeln und habe Jahnkes "Birkfalken" sicher nicht das letzte Mal gelesen. Und, ganz im Vertrauen, ich stand nun auch schon auf den noch weiter oben am Felsen vorhandenen letzten Stufen der alten Treppe des Germar von der Duba. Es gibt sie wirklich. Heute noch!

entnommen aus: www.libri.de, Buchvorstellung

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«Felsen und Raubritter»

Bewertung von Falco Lehmann, Darmstadt, vom 16. April 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Ein Ritter auf einem Felsen. Erst ist es nur ein einfacher und entfernter Verwandter, dann wird aus ihm ein gefürchteter Mann. Der Birkfalke, der eigentlich Germar von der Duba, einem Spross aus altem Adel, heißt, wird erst von seinen Verwandten ringsum gelitten, später verlacht und dann gehasst.
Ich habe schon viel über das Mittelalter gelesen und fand auch einige Anhaltspunkte bei der Lektüre dieses auf den ersten Blick ganz in dunklem Braun gehaltenen Buches. Doch Jahnke bedient nicht die üblichen Klischees. Ihm glaubt man gar, dass es jenen Ritter gab, der offiziell als Raubritter gilt, jedoch vielleicht in genau diese Rolle gedrängt wurde. Denn man darf nicht vergessen, dass damals die Grenzen wirklich noch weniger als festgeschrieben waren und einzelne Grafen, Fürsten und Ritter gern und schnell ihren Besitz zu mehren gedachten. Zumal man sich wohl auch immer auf diese oder jene Rasse und deren Anrecht oder Verzicht auf Land und Ruhm berufen konnte.
Der Birkfalke jedenfalls, ein eigentlich in der Familie seiner Verwandten nur geduldeter Ritter, wird seiner Ehre beraubt. Mehr noch. Man nutzt die alten Verbindungen seiner Familie und den angeblich auch lange nach der Auflösung des Templerordens noch praktizierten Riten und Gebräuche, um ihn zum Hexenmeister zu machen. Und was mit so einem zu geschehen hatte, darüber schien man sich damals leider zu gut einig zu sein.
Ich liebe dieses Buch, und als mein Onkel mich dann einlud, diesen Sommer Sachsen zu besuchen, da habe ich diesen Felsen auch auf meine Wunschliste geschrieben. Danke, Herr Jahnke, für diesen Bericht, diese spannende Erzählung. Schade eigentlich, dass diese alten Herren, von denen Sie erzählen, bisher arg vernachlässigt wurden. Dabei prägten sie sicher all diese Landstriche.
Die Birkfalken sollen vom Falkenstein ausgeflogen sein. Ich bin gespannt, was ich dort entdecken kann. Und ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall gern weiter!

entnommen aus: www.buch.de, Buchvorstellung

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«Raubritter auf einem Felsen. Spannende Geschichte!»

Bewertung von Harald Sommer "Der Neuleser", Meißen/Sachsen, vom 28. April 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Dieses Mal, so dachte ich ganz fest, dieses Mal hat er es übertrieben.
Ja, ich kenne den Falkenstein, der wie ein Wächter vor den Schrammsteinen unweit der Elbe steht und schon vom Ansehen her ein imposanter Felsen ist. Aber dass da oben drauf einmal ein Ritter, gar ein Raubritter gelebt und gesessen haben soll? Nein, das glaubte ich wirklich nicht. Aber weil mir Jahnkes Schreibstil, kurzweilig und voller Witz, aber auch jederzeit für eine Überraschung gut, eben gefällt, da nahm ich natürlich auch dieses von ihm selbst an mich geschickte Buch zur Hand, freute mich erst einmal am gelungenen Einband, dem man gleich ansieht, dass es sich um ein sehr altes und noch aus der zweifarbigen Ära stammendes Bild jenes Felsens handelt, und las den Klappentext.
Oha, dachte ich, einen Raubritter will Jahnke also wirklich da oben zum Leben erwecken. Und als ich dann noch in die ersten Seiten hineinlas, gab es plötzlich sogar eine Treppe vom Fuße des Felsens bis hinauf.
Na, dem ist doch nachzugehen!
Mein alter Kletterführer belehrte mich jedoch, dass dieser Felsen nicht nur wie ein Wächter aussieht, sondern auch einer war. Nicht so bedeutend, wie die Burgen ringsum in Hohnstein, Stolpen oder Rathen, aber eben doch mit einer eindeutigen Funktion: Den Fluss bewachen und, wenn denn nötig, die Händler schröpfen.
Der Birkfalke, der seinen Namen vom alten Stamme der böhmischen Adelsfamilie Berka von der Duba, genannt ,die Birken', und ebn jenem Falkenstein erhielt, scheint ein ganz patenter Bursche gewesen zu sein. Und so folgte ich der Handlung schon wieder viel offener.
Alle Wanderziele der näheren Umgebung dort kamen vor. Die Burgen am alten und neuen Wildenstein, die Raubschlösser, gar der Königstein, auf dem es später zum Showdown kommt. Und gerade wenn man die Schönheit dieses Gebirges zwischen Dresden und der Grenze zu Tschechien nicht kennt, sollte man sich ein wenig Lust anlesen.
Ich konnte das Buch nicht weglegen. Die Gestalten sind wieder einmal hervorragend gezeichnet, die Handlung flüssig und bis zum Schluss spannend und die Visionen, die jene Birken in Jahnkes Buch aufzeigen, wie eine Rampe für den Lauf der Pferde auf den Falkenstein hinauf, die sollen wirklich einmal in einigen Köpfen herumgegeistert sein.
Die Spannung steigt, als gar die Verbindungen der Birken zu den alten und längst vergessen geglaubten Tempelrittern offenbart werden. Ob sich nun ein Meißner Markgraf wirklich der alten Böhmen bediente, um weiterhin einfach und sicher an edle Stoffe und Gewürze aus dem Fernen Osten zu gelangen? Ich weiß es nicht. Aber ich traue Jahnke präzise Recherchen zu.
Das Leiden mit dem Haupthelden lenkt nicht von der Zeit und den damaligen Gebräuchen ab. Umgekehrt fiebert man für diesen Mann. Spannender, das muss ich unverhohlen sagen, habe ich noch nichts über diesen Teil des Elbsandsteingebirges gelesen.
Sehr empfehlenswert!

entnommen aus: www.amazon.de, Buchvorstellung

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Bewertung von Holger Gnauck aus Lüneburg am 13. Mai 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Zweimal im Jahr darf ich es mir erlauben, einen kleinen Flieger mit Piloten zu mieten und bisher noch nicht erkundete und vor allem interessante Gegenden Deutschlands zu überfliegen, viele Fotos zu machen und die herrliche Aussicht zu genießen.
Im Mai stand wieder solch ein Flug an und der Teufel wollte es, dass ich vorher genau dieses Buch in die Hand bekam.
Nun, historische Romane können stark übertrieben oder auch tot langweilig sein. Doch Jahnkes ‚Birkfalken' hob sich ab. Er scheint die Gegend nicht nur aus dem ‚ff' zu kennen, sondern auch die Geschichte um jenen Raubritter sehr genau recherchiert zu haben.
Und nun kam es. Ich habe nicht geglaubt, dass soviel wahr sein könnte. Aber da ich bewusst meine Route mit einer besonderen Genehmigung, deren Kosten ich nicht eine Minute bereute, über dieses Elbsandsteingebirge wählte, durfte ich die Reste der Burganlage und auch ein Stück der vom Birkfalken und seinen Männern angelegten Treppe sehen.
Gigantisch. Und ich habe nach der Rückkehr gleich alles noch einmal gelesen.
Der Ritter tat sicher Unrecht. Er war einer, der sich traute, alles für sich zu beanspruchen. Aber er tat es auch nur, weil man ihn dazu trieb. Und doch wurde er nicht nur von seinen Männern, sondern auch von den einfachen Bauern und Häuslern unten in seinem Gebiet geachtet. Selbst sein Kerkermeister, der also, der ihn auf dem Königstein zu verhören hatte, zweifelte an dessen alleiniger Schuld.
Spannend fand ich auch die Reisen durch die Lande oder jene Stelle, als Heinrich von Gruna den gefangenen Birkfalken durch Hochwasser und Gefahr auf die andere Seite der Elbe brachte. Spannung ohne Ende und doch spürt man, dass es so gewesen sein könnte.
Ich empfehle dieses Buch. Und ich empfehle auch eine Wanderung oder einen Flug zum Falkenstein mitten im Elbsandsteingebirge.

entnommen aus: www.buecher.de, Buchvorstellung

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