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     und Foto: Stefan Jahnke

 

Rezensionen - Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter

 

Bewertung von Antje Jürgens - August 2010

sehr gut (4 von 5 Sternen)

Wer die Homepage des Autors besucht, erfährt, dass er von 2008 bis 2010 insgesamt 16 Bücher veröffentlicht hat. Klingt nach viel und wirft die Frage auf, wie gut ein Roman dann sein kann. Doch kritische Leser dürfen beruhigt sein. Die Entscheidung des Autors sich mit seinen Manuskripten auf den Buchmarkt zu begeben, hat sich für den Leser gelohnt.

Die Zeit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands hat den Autor geprägt und diese Prägung macht sich in seinen Büchern ebenso wie sein Geschichtswissen bemerkbar. Sein Spektrum reicht von Reiseerzählungen über Wirtschaftsthriller zu Krimis und historischen Romanen. Mit ‚Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter‘ schafft der Autor es zudem spielend, alle Genres zu vereinen. Der Roman ist der Auftakt zu einer Reihe um Kommissar Zech, der Fälle im Hier und Jetzt lösen muss, deren Ursachen aber weit in die Geschichte zurückreichen. Im Fall des Mordes im Hoburgtunnel gar über August dem Starken, der eben jenen Tunnel erbauen ließ, bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts.

Meine Meinung

Der von Jahnke gezeichnete Protagonist in Form von Kommissar Zech, offenbart sich dem Leser als liebenswert unbeständiger Mensch, der im Beruf jedoch akribisch recherchiert und ein Gespür für historische Zusammenhänge hat. Letzteres ist überaus sinnvoll, denn im Laufe der Ermittlungen wird er relativ schnell mit dem Diebstahl historischer Dokumente konfrontiert, die im
Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt stehen. Und – wie so vielen Ermittlern – wird ihm von seinem Vorgesetzten zunächst der (Ermittlungs-)Weg eher mit Steinen zugeschüttet als hilfreich gepflastert. Während der Autor seinen Kommissar ganz nebenbei noch in eine Beziehungskrise geraten lässt, führt er uns bei den Ermittlungen in eine bewegende, aufwühlende Reise quer
durch die Jahrhunderte, ohne aktuelle Geschehnisse außer Acht zu lassen.

Denn der Tote im Tunnel ist nicht nur der Retter einer insolventen Firma in Dresden, sondern auch der Nachfahre einer alten Verwalterdynastie der Burg, die direkt über dem Tunnel steht. Und er bleibt nicht alleine. Ein zweiter Mord geschieht, der im direkten Zusammenhang mit dem Ersten steht. Auch bei den Ermittlungen dazu wird immer klarer, dass die Vergangenheit längst nicht vergangen ist und dynastische Machtgefüge und ein uralter Schatz korrupte Machenschaften nach sich ziehen, die so manchen Beteiligten auch heute noch nicht nur über Leichen gehen lassen, sondern auch die moderne Justiz in die Knie zwingen können.

Jahnke lässt uns durch die überaus wachen Augen seiner Hauptfigur nicht nur sehr authentisch an der spannenden Geschichte Sachsens teilnehmen, sondern stößt uns auch auf aktuelle Probleme des Freistaates. Der eine oder andere Leser dürfte Probleme haben, alles zu verstehen, sofern er das Buch einfach mal so nebenbei liest und keine Bezüge zum Handlungsort hat. Doch wer sich auf Jahnkes Buch einlässt, merkt schnell, dass es dem Autor spielend gelingt, seinen Kommissar sicher alle Details erkennen, vereinen und klären zu lassen, ohne dass die historischen Elemente den aktuellen Bezug überdecken.

Fazit - ‚Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter‘ fesselt durch seinen spannenden Verlauf und macht eindeutig Lust, die übrigen Bände der Reihe um Kommissar Zech zu lesen.

entnommen aus: www.buecher.de, Buchvorstellung

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«Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter»

Bewertung von Renate Behr "Schreiberling" (Werne) - (REAL NAME) vom 2. März 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Wer den Roman Hohburg von Stefan Jahnke in die Hand nimmt, liest in der unteren rechten Ecke des Covers Kriminalroman. Schon der Klappentext wird den Leser darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen der üblichen Krimis handelt, sondern dass die Hintergründe den Leser weit in die Geschichte des Freistaates Sachsen führen.

Kommissar Zech wird zu einem Leichenfund in der Nähe von Dresden gerufen. Im Hohburgtunnel liegt ein Toter. Erste Recherchen ergeben, dass dieser Herr von Selbig, ein Industrieller, möglicherweise von einem sehr alten Geschlecht, denn Herren von Selb, abstammen könnte. Zech nimmt seine Ermittlungen auf. Behilflich ist ihm dabei seine Freundin Petra, die als Bibliothekarin in Dresden arbeitet. Als in der Bibliothek alte, noch nicht katalogisierte Dokumente verschwinden, die sich genau mit diesem Hohburgtunnel und den alten Adelsgeschlechtern der Wettiner und der Birken beschäftigen, vermutet Kommissar Zech einen Zusammenhang. Eine weitere Leiche wird gefunden und auch dieser Tote steht irgendwie im Zusammenhang mit der Historie des Landes.
Zech ahnt, dass sich hier Verwicklungen ergeben könnten, die nicht nur ihn, sondern auch seinen Vorgesetzten Keller, vor erhebliche Probleme stellen werden.
Alte Unterlagen und Tagebücher der Familie von Selb erzählen eine Geschichte von Mord, Vertreibung und von einem alten Schatz, der sich noch immer in der Gegend des Hohburgtunnels befinden soll. Als dann noch ein mysteriöser Journalist auf den Plan tritt, wird die ganze Angelegenheit immer undurchsichtiger. Was geschah im 15. Jahrhundert in Sachsen, als man das Adelsgeschlecht der Birken von dort vertrieb? Was hatten August der Starke und sein Hofjuwelier Dinglinger im 18. Jahrhundert zu verbergen und wie ließ sich das alles vereinbaren mit der Ermordung des Nachfahren der Familie von Selb?
Ein Abkömmling des Adelsgeschlechtes der Birken hilft Kommissar Zech weiter und die Auflösung ist sehr überraschend.

Den Charakter des Dresdner Kommissar Zech hat Stefan Jahnke sehr gut angelegt. Schon nach wenigen Seiten, auf denen der Leser mit den sprunghaften Gedankengängen von Zech konfrontiert wird, meint man, diesen Mann zu kennen und fühlt sich wohl in seiner Gegenwart. Menschlich, ein wenig chaotisch und trotzdem akribisch genau, wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens geht, so wirkt Kommissar Zech auf die Leser.

Hohburg ist ein außergewöhnliches Buch. Vor den so exakt recherchierten historischen Hintergründen wirkt der eigentliche Kriminalfall, nämlich die Ermordung zweier Menschen, fast banal. Der Leser wird entführt in die Welt des 18. Jahrhunderts mit all ihren Intrigen und menschlichen Verfehlungen. Es wird die Geschichte einer Familie erzählt, die seit vielen hundert Jahren zwei Herren dient, um ihrem eigentlichen Auftrag, dem Bewahren eines unendlichen Vermögens, gerecht werden zu können. Dabei zählt ein einzelnes Menschenleben wenig. Und dann, wenn der Leser meint, nun alles über die Hintergründe zu wissen und darauf wartet, dass Kommissar Zech in der Gegenwart den Fall auflösen kann, tauchen Tagebuchaufzeichnungen aus dem 15. Jahrhundert auf, die erneut ein schreckliches Bild der mittelalterlichen Geschichte Deutschlands vor den Augen des Lesers ausbreiten.
Das Ende der Geschichte ist überraschend, könnte aber durchaus so geschehen. Denn letztendlich ist es in der heutigen Welt nicht unüblich, dass die Justiz sich der Politik und der Finanzmacht gelegentlich beugen muss.

Der Schreibstil des Autoren ist eingängig und ausdrucksstark. Es gelingt ihm sehr gut, sich auf die doch wesentlich anderen Sprachgebräuche des Mittelalters und des 18. Jahrhunderts einzustellen und somit gibt er auch den diversen Berichten und Tagebüchern aus dieser Zeit ein sehr lebendiges Gesicht. Trotz allem ist Hohburg von Stefan Jahnke keine leichte Kost. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, ohne die geringste Ahnung von der Geschichte des Landes Sachsen und seiner Bewohner zu haben, der wird sich in manchen Passagen schwer tun, dem Handlungsverlauf und den Zusammenhängen zu folgen. Wer aber bereit ist, sich darauf einzulassen, hält ein spannungsgeladenes Buch in seinen Händen, das sich schlecht wieder beiseitelegen lässt.

Fazit: Die Gratwanderung zwischen einem aktuellen Kriminalroman und einem historischen Abriss über die Geschichte des Freistaates Sachsen mit all ihren Verwicklungen und Überschneidungen ist dem Autoren ausgesprochen gut gelungen.

entnommen aus: www.amazon.de, Buchvorstellung

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Bewertung von Kai Uelze, Hamburg, vom 24. November 2009

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Ich frage mich manchmal wenn ich einen Krimi lese, wie krank so ein Autor sein muss um sich all diese Verwerflichkeiten, die da im Buch stehen, auszudenken.
Mein Freund schenkte mir dieses Buch und da ich als der weitaus härtere von uns beiden gelte hatte ich auch keine Scheu, mich gleich ans Lesen zu machen.
Geschichte. Nun ja. Das ist nicht jedermanns Sache. Und wenn sie auch noch in der Umgebung unserer Partnerstadt spielt, die ja Dresden ist, dann werden bei mir viele Erinnerungen an die Jahre nach der Wiedervereinigung wach. Denn damals baute ich dort eine Reihe von kulturellen Zentren auf, die leider aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bestehen.

Von einer Hohburg hatte ich natürlich nie etwas gehört.
Trotzdem war ich neugierig. Zumal es ja um Moritzburg ging, wo ich ein paar Wochen wohnte.
Und siehe da. Sogar einer der Mitspieler wohnte im selben Gasthof wie ich. Und das riss mich zum ersten Male richtig mit. Denn ich kannte gar jeden Stein auf den einzelnen Wegen, die Jahnke ja beschrieb.

Leichen finde ich nicht so toll. Blut mag ich auch nicht sehen. Doch damit ging der Autor auch recht zaghaft um. Gut. Er soll ja auch schon ganz andere Bücher geschrieben haben. Zumindest wenn man seiner Webseite www.stefan-jahnke.de vertrauen darf.

Die Handlung riss aber mit. Ich war voll dabei und ließ mich in die unterschiedlichen Zeiten entführen, war gespannt, wie denn nun alles zusammen hing und fasziniert, wie Jahnke jede auch nur noch so kleine Szene, manchmal erst Seiten später, zum Abschluss brachte. Alles hatte eine Erklärung. Man fieberte nicht nur mit diesem zech mit, sondern auch mit seinem Kontrahenten und seiner Freundin.

Ein Katz-und-Maus-Spiel der besonderen Art. Auf jeden Fall aus der Kategorie ‚Muss man lesen'!

entnommen aus: www.buecher.de, Buchvorstellung

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«Erster Straßentunnel in Deutschland und ein Kriminalfall hoher Qualität. Sehr gut!»

Bewertung von Frederik Gurberg, Perleberg, vom 18. Januar 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Ich kenne verschiedene Burgen, die sich ‚Hohburg' nennen. Und als ich im Internet auf dieses Buch stieß, da war es eigentlich nur das Titelbild, was mich neugierig machte. Denn seit Jahren beschäftige ich mich mit allem, was unter der Erde ist. Und ein Tunnel, wie der auf dem Titel abgebildete, der war schon mal etwas.
Dann las ich den ‚Klappentext', wie man das nennt.
Von Moritzburg hatte ich schon gehört. Gerade läuft doch dort diese Ausstellung zu dm alten DEFA-Film ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel'. Doch ich konnte natürlich mit einer Hohburg in diesem Gebiet nichts anfangen.
Und genau das machte mich neugierig.
Dann fand ich nach einiger Suche auch Hinweise auf diese Hohburg und den Tunnel unter www.sachsenbunker.de und wurde hellhörig. Sollte es diesen Tunnel geben? Kann dann die Geschichte von einer alten Burg auch noch stimmen?
Noch ehe ich das Buch, welches ich bestellte, in der Hand hatte machte ich schon eine Fahrt nach Dresden klar.
Mit dem Buch in der Hand saß ich dann im Zug und verschlang die Zeilen.
Vier Epochen werden gestriffen. In drei ‚Büchern' innerhalb dieses Romanes und in den dazwischen liegenden Ermittlungsarbeiten. Man hat erst ein paar wenige Probleme beim Übergang zwischen den einzelnen Epochen, erkennt dann aber gut am Schreibstil, wo man sich nun befindet. Und, was ich bei vielen Büchern vermisse, Jahnke hat auch noch eine Personenliste hinten dran gehängt. Genial, denn man kann nachschauen wer wann was macht und kommt nicht aus der Handlung heraus.

Als ich dann in Dresden war kam der ernüchternde Schock.
Niemand von den Befragten wusste etwas von einer Hohburg.
Sollte alles Fiktion sein?
Ich fuhr nach Moritzburg. Und siehe da. Auch wenn diese alte Burg nicht ausgewiesen war fand ich eine Burgruine. Nur gab es da keinen Tunnel. Doch nur eine Geschichte? Und ich war extra von Perleberg hierher gefahren!
Nun, ein Droschkenkutscher half mir weiter. Und wenig später stand ich an einer anderen Stelle mitten im schlossnahen Wald. Direkt vor dem Tunnel, den man sogar begehen konnte.
Ob Letzteres nun erlaubt ist? Ich weiß es nicht. Zumindest ging ich hindurch, nun auch neugierig, ob es denn diesen Stollen gibt, der da rechts abzweigen sollte. Und plötzlich stand ich vor einer nagelneuen Gittertür.
Hatte Jahnke nicht auf seiner Webseite geschrieben, dass di extra wegen seines Buches und der erwarteten Sucher eingebaut worden war? Zumindest schien sie neu zu sein, was seine Geschichte noch einmal mit mehr Vertrauen meinerseits adelte.

Ich möchte nicht zuviel verraten. Jahnke schafft aber den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er lässt bekannte Personen spielen und man hat den Eindruck wirklich dabei zu sein.
Darum kann ich nur empfehlen:
Begleiten Sie Zech bei den Ermittlungen. Wundern Sie sich nicht über Keller und lachen Sie über Zechs Freundin Petra und deren Zusammenleben mit einem zeitlich recht eingebundenen Kommissar.

entnommen aus: www.libri.de, Buchvorstellung

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Bewertung von Sven Schronn, Wolfsburg, vom 16.03.2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Ein Buch mit sieben Siegeln.
Ich habe schon lange nicht mehr gelesen. Natürlich hatte ich immer eine Ausrede. Mal war es die fehlende Zeit, dann auch die weniger fesselnde Geschichte und später die Freundin, die meine Zeit ganz beanspruchte.
Jedoch wollte ich diese Bücher verkaufen, denn ich weiß, dass ich da einen guten Gewinn als Zwischenhändler zwischen Autor und Buchhandlung erzielen kann und wenn die Bücher gut sind…
Aber in der ersten Handlung wurde ich nach dem Inhalt gefragt.
Natürlich hatte ich den Text hintenauf gelesen. Aber es wurmte mich schon, dass ich nicht mehr wusste. Und so begann ich noch im Auto zu lesen.
Spannend, muss ich schon sagen. Ich verschlang gleich einige seiner Bücher.
Hohburg faszinierte mich gerade wegen der Aktualität. Der Fall ist ja in der Presse nur am Rande behandelt worden. Und doch konnte ich mich daran erinnern.
Ich bin nach Moritzburg gefahren und habe einiges nacherleben dürfen. Der Autor selbst führte mich durch den Tunnel und auf die alte Hohburg und dann habe ich dieses Buch gerade besonders gut verkaufen können.
Spannend. Man sollte es gelesen haben!

entnommen aus: www.buch.de, Buchvorstellung

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« Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter »

Bewertung von Lutz Rocktäschel, Berlin, vom 06.04.2010

ausgezeichnet (9 von 10 Geisterpunkten)

Es gibt Krimis, Kriminalfälle und »Hohburg - Ein Schatz und seine Hüter«, eine Kriminalgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes. Wer wusste schon vor Erscheinen dieses Buches, dass in der unmittelbaren Nähe der berühmten Moritzburg bei Dresden August der Starke einen Tunnel durch ein kleines Felsmassiv anlegen ließ, um ausgelassen bei Fackelschein mit einer Kutsche hindurchfahren zu können? Und auf dem Felsen stand eine Burg, die Hohburg der Birken, einem alten Adelsgeschlecht, das zwischen den Wettinern und Böhmen zerrieben wurde. Dies alles wäre für eine echte Kriminalgeschichte völlig uninteressant, läge da nicht an einem Herbst unserer Tage eine Leiche im Tunnel.

Ein Fall für Kommissar Zech, der viel leisten muss: Er soll einen Mörder finden und dabei die Karriere seines Chefs nicht behindern. Der Tote, ein Herr Selbig, ist ein stadtbekannter Investor, ein Hoffnungsträger für die insolvente Chipfabrik, der einen filigran gefertigten alten Schlüssel bei sich trägt. Der Kommissar muss herausfinden, in welches Schloss der Schlüssel passt. Ein Diebstahl wichtiger historischer Dokumente, die mit dem Fall im Zusammenhang stehen, ist aufzuklären, und gleichzeitig will Zech seine Beziehung zur Freundin Petra retten, der Bibliothekarin des geschädigten Archivs. Gegenspieler treten auf den Plan, und Zech versucht, einen Journalisten sinnvoll in den Fall mit einzubeziehen. Und weil eine Leiche keine Leiche ist, sucht er aus historischen und aktuellen Gründen gleich einen ganzen Friedhof, den bislang auch niemand kannte.

Der abwechselnd staunende und schmunzelnde Leser dankt es Zech, dass er alle diese Fälle, Probleme und Unwegsamkeiten zusammenhält, aufklärt, richtigstellt und zu einem überraschenden Ende bringt. Wie schafft es der Autor, Stefan Jahnke, den Leser derart in den Bann seiner Kriminalgeschichte zu ziehen, dass er am liebsten beim nächsten Dresdenbesuch, mit Taschenlampe und Helm bewehrt, einen Abstecher zum Hohburgtunnel unternehmen will?

Seinen Kommissar Zech stattet er mit einem ausgeprägt praktischen Spürsinn für historische Zusammenhänge aus. Er hat die Klammerfunktion für die Zeitreisen, in die wir uns begeben. Zech liest gleichsam für den Leser in dem Notizbuch des Toten, dann aus einem Baubericht zum Hohburgtunnel und schließlich in einer digitalen Kopie eines alten Buches, über die Geschichte der Verwalterdynastie der Hohburg, der Familie Selbig. Sie führt uns immer weiter in der Zeitachse zu den Anfängen einer unsäglichen Kette von Ereignissen, die 1427 mit der Vertreibung der Birken aus Sachsen beginnt, sich 1722 mit dem Tunnelbau fortsetzt, und einen weiteren dramatischen Höhepunkt nach Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt. Seitdem geht es um nicht weniger als den Schatz der Wettiner, der auch in unseren Tagen seinen Blutzoll fordert, wie uns der Autor mit seiner literarischen Schöpfung, dem Kommissar Zech, geradezu authentisch zu berichten vermag.

Stefan Jahnke, Jahrgang 1967, verheiratet und zwei Kinder, aufgewachsen in Dresden, mit erfolgreich abgeschlossenem Maschinenbaustudium und bewegter Biographie, ist es in seinem Kriminalroman beeindruckend gelungen, die nicht einfache Geschichte eines Kriminalfalls mit der lokalen Historie eines weitgehend unbekannten Baudenkmales erfrischend, humorvoll und spannend zu erzählen.

entnommen aus: www.geisterspiegel.de, Background-Rezensionen

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