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Hintergründe - Karteileichen

 

Unrecht ist keine Erfindung eines Staates, einer Gesellschaftsform oder gar einer Epoche.

Für Unrecht bedarf es stets mindestens zwei Seiten.
Die, die es sich ausdenkt und begeht und die, die es mit sich geschehen lässt.

Ja, natürlich. Das klingt für manchen ungerecht. Ist es jedoch nicht.
Jeder kann und darf sich wehren.
Stillhalten bedeutet, die Stärke des Anderen anzuerkennen.
Allein im Hintergrund zu agieren vermittelt das Gefühl, man verdiene, was geschieht.
Nur das offene Auftreten kann Schlimmeres verhindern.
Bedeutet dies, auf eigene Freiheiten zu verzichten, so hilft kein Abwägen von Aufwand und Nutzen.

Jedes Unrecht ist eines zu viel.

 

Gerhardt Emanuel Große, Europabeauftragter für Vermögensfragen a.D.
München, im Januar 2011

 

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Sämtliche Handlung und Personen in diesem Buch sind von wirklich lebenden Personen und wahren Begebenheiten inspiriert. Ähnlichkeiten mit Ihnen bekannten Geschehnissen, existierenden Orten und lebenden Personen können jedoch reiner Zufall sein. Geschützte Marken und Namen dienen nur zur Erklärung und werden nicht beansprucht. Benannte Firmen, Ämter und Institutionen, die sich eventuell aufgrund ihrer aktuellen oder ehemaligen Aufgabengebiete erkennen, mögen ihre Nennung verzeihen. Es ist bekannt, dass sie in der Regel nicht so arbeiten, wie hier beschrieben! Nur bedenken Sie bei der Lektüre… wäre es denn nicht möglich, dass es wirklich so war?

Für alle Grunaer, die in diesem Stadtteil Dresdens aufwuchsen und in den vorliegenden Zeilen das eine oder andere aus ihrer Kindheit und Jugend wiedererkennen. Ich hoffe, meine Geschichte im Gewand eines Wirtschaftsthrillers inspiriert Sie zum Besuch der Gegend.

Ich danke meiner Familie, die ohne Murren ertrug, dass ich auf historischen Pfaden eine Welt wieder auferstehen ließ, die man heute meist nicht mehr wahrhaben will. Und doch gab es sie wirklich. Gar nicht lange her.

 

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Gleich vor meinem Fenster gab es einen Süßkirschbaum. Jedes Jahr in der Blütezeit schaute ich so auf ein Meer von weißen Blüten und freute mich auf die Ernte irgendwann in ein paar Wochen. Denn diese Kirschen schmeckten vorzüglich.
Traurig war ich als Kind, als an der Ecke der kleine Garten eines alten Mannes verschwand... genau da, wo man heute in Gruna jenes zu Beginn meines Romans beschriebene mexikanische Restaurant findet. Meine Hyazinthen kamen bei ihm wirklich immer wieder.
Trübe, fast vergessen sind die Erinnerungen an jene Tage, als man hinter vorgehaltener Hand vom Selbstmord eines Elektrikers berichtete. Auch als der damals noch gänzlich andere Staat bewusst erreichte, dass ein Hausbesitzer auf einer Nebenstraße nicht nur sein Haus aufgeben, sondern gar wegen undurchschaubarer Anklagen ins Gefängnis musste, schüttelten wir alle den Kopf.
Die Zeit war eine andere. Recht wurde gebeugt, alles dafür getan, um das Ansehen des Staates und seiner sozialistischen Organe nicht durch sogenannte subversive Elemente beschädigen zu lassen.
All diesen Dingen wollte ich nachgehen. Vielleicht auch darum, weil es bisher niemand tat. Die beschriebenen Orte kann man heute noch besichtigen. Manche meiner Augenzeugen leben vielleicht auch noch? Auf jeden Fall vergaß man aus den verschiedensten Gründen, Unrecht der alten DDR bis heute zu korrigieren. Und doch... die Opfer sollen nicht vergessen sein!

Lesen Sie selbst!

Ihr

Stefan Jahnke

 

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