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Hintergründe - Geheimbibliothek - Heinrich von Bünau und die Teufelsbibeln von Dikrin

 

Waren Sie schon einmal auf Nöthnitz? Nein? Und Sie erzählen mir, Sie wären ein begeisterter Leser? Kaum vorstellbar! Hören Sie, da begann die Geschichte unserer Landesbibliothek. Ja, genau der, die erst vor ein paar Jahren so aufwendig renoviert wurde.
Pha… was Sie denken… Nein, nicht alle Sammlungen in Dresden haben die Herrscher, edle Fürsten und Könige angelegt. Ja, natürlich, gemeinhin nennt man sie die ‚ehemals kurfürstliche Bibliothek'.

Heinrich von Bünau… kennen Sie nicht? Der war ein Büchernarr! Stürzte sich in Schulden, nur um einen Bestand von gut vierzigtausend Bänden aufzubauen. Und doch verlor er alles. Gar seinen Geist. Aber man sagt, er hatte noch mehr, als ihm der Kurfürst damals abjagen konnte. Teufelsbibeln. Direkt aus Palästina. Ehrlich!

Dr. Bernhard von Mühlstedt, Buchsammler, München, Herbst 2010

 

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Der Großteil der in diesem Buch zu Wort kommenden Personen, besonders die Familien von Bünau und von Arnim sowie der Bibliothekar Winckelmann haben wirklich damals in und um Dresden gewirkt und gelebt. Natürlich mussten Geschehnisse, unterstützende Personen, Handlungsorte und Begebenheiten für das Verständnis der beschriebenen Vorkommnisse und Handlungen vorsichtig ergänzt werden. Trotzdem können Verbindungen, Namensgleichheiten mit verstorbenen oder lebenden Personen oder ähnliche Ereignisse in gleicher oder anderer, als der hier dargestellten Zeit, reiner Zufall sein. Geschützte Marken und Namen dienen nur zur Erklärung und werden nicht beansprucht. Benannte Ämter und Institutionen, die sich eventuell aufgrund ihrer Aufgabengebiete erkennen, mögen ihre Nennung verzeihen. Es ist bekannt, dass sie in der Regel heute nicht oder nicht mehr so arbeiten wie hier beschrieben! Gestatten Sie bitte die unbedingte Freiheit des Literaten.

Ich danke, stellvertretend für alle, die mir bei den umfangreichen Recherchen zu dieser Geschichte halfen, Herrn Dr. Bernhard von Mühlstedt für die vielen Stunden gemeinsamer Diskussion, die Suche nach füllenden und realen Hintergründen sowie die immense Geduld bei alledem. Manches muss eben einfach sein. Fiktion ist keine Illusion!

 

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Ein Schloss, eher ein Schlösschen vor den Toren von Dresden. Nach einer Wanderung und weil wir im damaligen Freibad Mockritz wegen des Wetters nicht baden konnten, gelangten wir in den Nöthnitzgrund und weit durch diesen hindurch, bis wir an eben jenem damals sehr verfallenen Gebäude ankamen. Lagerräume sollten darin sein. Ein Frevel! Und doch war natürlich für einen Buben, der ich damals Ende der Siebziger noch war, diese ganze Anlage mehr als nur spannend. Ein alter Leiterwagen, verfallene Pferdeställe, gar ein Eiskeller, in den man ohne zu große Gefahr klettern konnte. Genau das, was man sich als Abenteuerspielplatz wünscht.

Jahre später wurde ich Leser in der Landesbibliothek in Dresden. Was gab es nicht alles für interessante und vor allem alte Bücher zu entdecken! Fast vergaß ich meine Recherchen für das Studium, nahm lieber mehrere der verstaubten Bände in die Hand und fand... einen Stempel darin.
'Heinrich von Bünau - Private Bibliothek'
Was hatte das zu bedeuten?

Nun ist sie fertig, die Geschichte rund um eine etwas dunklere Seite des Begründers unserer heutigen Landesbibliothek in Sachsen.
Suche... ja, ich hatte Vieles zu suchen. Ähnlich, wie damals auch Bünau.

Evangelien, die älter sind, als die uns bekannten? Auch sollen sie das blanke Gegenteil der allseits bekannten Geschichte rund um Geburt, Leben und Tod des Jesus von Nazareth enthalten. Kann das sein?
Gleich erinnert mich das an Geschichten von mehr oder weniger bekannten Bestsellerautoren, die damit gar ins Kino kamen. Und meine Skepsis wächst gegenüber meinen eigenen Ergebnissen.

Ich kann Sie beruhigen, verehrte Leser. Alles scheint Hand und Fuß zu haben.
Scheint? Ja, denn sogar unsere so moderne Wissenschaft hat noch für eigentlich längst klare Abläufe keine wirkliche Erklärung. Warum dann ich, warum auch von Bünau für das, was er tat?

Eine Geschichte entstand, die selbst mich recht nachdenklich stimmt.
Spannend? Auf jeden Fall.

Lesen Sie selbst!

Ihr

Stefan Jahnke

 

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