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Hintergründe - Eingeschlichen

 

Was gibt es nicht alles für Geschichten über Familientragödien, Verschwörungen und Geheimbünde. Ich sage es Ihnen ganz ehrlich. Alles Lüge, nicht ein Wort darin ist wahr. Und doch haben gerade diese Geschichten so viel Macht über uns, dass wir sie wahrlich glauben wollen, es fast etwas Magisches hat, sie zu hören.

Sachsen. Schauen wir uns die alten Karten an. Dieses kleine Land wanderte im Laufe der Jahrhunderte von Norden nach Süden, war mal bedeutend, mal ein Landstrich unter vielen. Ob es Kämpfe gab, die Macht der sächsischen Grafen, Fürsten und Könige zu schwächen? Sicher doch. Nur, wer heute glaubt, sich das noch zunutze machen zu können… ich bitte Sie… der ist ein Träumer!

Prof. Jonathan Germheber, Genealoge und Historiker, Stuttgart 2010

 

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Einfach ist es stets, von einer erfundenen Handlung zu sprechen. Dabei ist vieles, was sich hinter diesen Worten verspricht, gerade wahr. Bei den Recherchen für das nun vorliegende Buch musste ich erkennen, dass die Geschichte Sachsens nicht nur mit bestimmten Ereignissen und Familien verknüpft, sondern auch sehr verworren ist. Bis heute erscheint es Historikern müßig, sich mit den noch weißen Flecken in unserer Vergangenheit zu beschäftigen. Damit wird bewusst oder unbewusst jenen Tür und Tor geöffnet, die zu leicht alle offenen Fragen für sich zu missbrauchen wissen. Ich sprach selbst im Falknerheim des Schlosses Augustusburg mit den heutigen Züchtern, fand den Ort, wo einst eine Scheune im Wand stand und bin aus Kenntnis der Indizien fest überzeugt, eine wahre Begebenheit aufgeschrieben zu haben. Trotzdem können die Übereinstimmung von Namen, Ereignissen und die Nennung von Ämtern, Personen und Geschehnissen aus dem Zusammenhang gerissen und reiner Zufall sein. Bewusste Übertreibung soll den Blick des Lesers weiten. Bitte gestatten Sie die Freiheit des Literaten.

Für meine Schwiegereltern Monika und Lothar, die stets gern meinen Geschichten und Ergebnissen lauschen, mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und stets erstaunt über das Ergebnis meiner Recherchen sind.

Ich danke Herrn Professor Germheber und Oberst a.D. Soludarjew für die Unterstützung bei der oft heiklen Recherche zur Geschichte.

 

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Sachsen hat eine bewegte Geschichte. Immer wieder versuchen es gewisse Kreise, sie für ihre ureigensten Machenschaften zu missbrauchen.
Leider hatte auch ich schon den Verdacht, dass einige der so hoch geehrten Herren, die sich vor langer Zeit verlorene Kunst- und Wertgegenstände aneignen, kein Recht darauf haben. Doch musste ich gerade im Rahmen dieser Recherchen begreifen, dass Recht nun einmal unantastbar und fest steht. Interpretation stellt sonst das gesammte System in Frage.

Augustusburg, Zwickau und Eisenach stehen stellvertretend für jene Orte, die in den letzten Jahren vor Erscheinen dieses Buches von einer beispiellosen Mordserie heimgesucht wurden, die an Brutalität und Sinnlosigkeit ihresgleichen sucht.
Allein den Beamten der zusammenarbeitenden Freistaaten ist es zu verdanken, dass selbst MitarbeiterInnen des ältesten Gewerbes der Welt nun wieder ruhiger ihrer sicher nicht einfachen und leichten Arbeit nachgehen können.

Manche dieser Damen hören viel. Manche geraten in Versuchung, das Gehörte zu barer Münze zu machen. Aber sterben zu müssen, nur weil Menschen denken, andere, ihnen wichtiger erscheinende Probleme so lösen zu können, ist keinesfalls zu entschuldigen.

Ich ziehe weiterhin den Hut vor vielen Kollegen der Kriminalpolizei und ihren vielen Helfern. Mögen die stets in aller Munde seienden Kürzungsmaßnahmen nie ihre Genialität und ihren unermüdlichen Einsatzwillen schmälern.

Spannendes, Wahres, Aufwühlendes erwartet Sie, liebe Leser. Tauchen Sie ein in Geschichte und Gegenwart rund um die Burgen der alten Wettiner. Eines biete ich Ihnen auf keinen Fall... Langweiliges.

Lesen Sie selbst!

Ihr

Stefan Jahnke

 

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